Tätowieren im Ausland – Als Gasttätowierer in fernen Ländern arbeiten

BodyCult Tattoo Supplies
2021-03-22 18:00:00
Tätowieren im Ausland – Als Gasttätowierer in fernen Ländern arbeiten - Guestspot - Tätowieren im Ausland

 

Die ursprüngliche Variante des Tattoo-Tourismus liegt Jahrhunderte zurück. Damals ließen sich Seefahrer auf ihrer
Reise von Einheimischen tätowieren. Auch heutzutage ist es noch gang und gäbe sich ein permanentes Andenken
von seiner Reise zu schaffen. Das Tattoo fungiert als eine Art Denkmal unter der Haut. In diesem Fall kommt also
der Kunde zum Künstler. Jedoch kann sich nicht jeder eine Reise zu seinem Wunsch-Tätowierer leisten oder es fehlt
an der nötigen Zeit. Denn eine solche Reise ist nicht nur mit Kosten, sondern auch mit Zeit verbunden. Daher
entscheiden sich viele Tätowierer im Laufe ihrer Karriere für sogenannte Guestspots. Der Tätowierer arbeitet für
eine begrenzte Zeit in einer entfernten Stadt oder im Ausland..

 

Welche Vorteile haben Gasttätowierer?

In einem anderen Land, fern von zuhause, zu arbeiten erweitert den Kundenstamm und der Tattoo-Artist hat die
Möglichkeit international bekannt zu werden. Zudem sorgt das berufliche Reisen für Abwechslung im Berufsalltag.
Einigen Tätowierern bekommt der Tapetenwechsel richtig gut. Als Gasttätowierer kann man sich mit anderen
Künstlern austauschen und bildet sich enorm weiter. Man bekommt einen direkten Einblick wie anderorts tätowiert
wird und lernt die Unterschiede zwischen den jeweiligen Ländern kennen. Möglicherweise sind in fernen Ländern
andere Stilrichtungen gefragt und es werden andere Praktiken angewendet. Definitiv kann man als Gasttätowierer
seinen Horizont erweitern und sein Wissen ausbauen.

 

 

Wo bekommt man einen solchen Guestspot?

Im Allgemeinen ergattert man einen Guestspot bei Tattoo-Conventions oder in einem Tattoo-Studio. Wer einen
Aufenthalt in einem fremden Tattoo Studio plant, muss erstmal viel Zeit in Organisation und Kundenakquise
investieren. So kann man als Tätowierer besser planen und einschätzen, ob sich eine Reise an den jeweiligen Ort
lohnt. Ein beliebtes Tool, um das herauszufinden ist beispielsweise Instagram oder das New Yorker Start-up Coal.
Soziale Netzwerke dienen dazu sich eine Reichweite aufzubauen. Auf solchen Plattformen kann der Tattoo-Künstler
seine Werke präsentieren und mit seinen potentiellen Kunden interagieren.

 

Was benötigt ihr für euren Aufenthalt?

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Ihr solltet nicht davon ausgehen, dass das Tattoo Studio, in dem ihr
euren Guestspot machen möchtet, euch eine komplette Tattoo Ausrüstung zur Verfügung stellt. Daher wäre es
empfehlenswert, vorab zu klären, was euch bereitgestellt wird und was ihr selbst mitnehmen müsst. Neben dem
Tattoo-Equipment, solltet ihr herausfinden, ob ihr eine Arbeitsgenehmigung zum Tätowieren benötigt. Innerhalb
Europas kann das anders aussehen als in Amerika oder Asien. Informiert auch ebenso über die geltenden Gesetze.
Denn was in Deutschland erlaubt ist, gilt noch lange nicht für andere Länder. In Großbritannien dürft ihr z.B.
niemanden unter 18 Jahren tätowieren. Hingegen kann man hierfür in Deutschland eine Einverständniserklärung
der Erziehungsberechtigten einholen. Für einige Länder ist sogar ein Visum erforderlich, ohne das kann euch die
Einreise verwehrt werden. Ein Auslandsaufenthalt als Tätowierer ist auf alle Fälle mit viel Planung verbunden. Da
kommt ihr nicht drum herum.

 

 

Worauf solltet ihr als Gasttätowierer achten?

Andere Länder, andere Sitten. Tattoos erfreuen sich hierzulande immer größerer Beliebtheit und auch generell
nimmt das Interesse an der Körperkunst zu. Jedoch gibt es immer noch Länder, in denen Tattoos nicht toleriert
werden. In manch einem Land ist das Stechen von Tattoos sogar illegal. Aus diesem Grund solltet ihr euch vorab
über das Land, seine Kultur und seine Gepflogenheiten erkundigen.


Mit Sicherheit bringt das Tätowieren im Ausland erst ein paar Hindernisse mit sich, aber wenn ihr einmal alle
Hürden überwunden habt, möchtet ihr vielleicht nichts anderes mehr machen.


                             „Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen.“
                                                                                         - F. Nietzsche-


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